Meinung

Infrastruktur:

Im Bereich der Infrastruktur unseres Landes muss unzweifelhaft einiges passieren. Es geht nicht nur darum, über gute Straßen zu reden, sie müssen tatsächlich auch gebaut werden.
Wenn planfestgestellte Pläne vorliegen, können Fördergelder abgerufen und sofort investiert werden. Neben der Sanierung der Landesstraßen ist es auch wichtig, die Straßen in kommunaler Trägerschaft nicht aus den Augen zu verlieren. Sie sind zum Teil in einem desolaten Zustand – hier ist es wichtig, dass die Kommunen mit Geldern unterstützt werden, denn solch einen finanziellen Aufwand kann eine Kommune alleine nicht tragen.
Der Sanierungsstau von Straßen für Autos und Fahrräder, aber auch von öffentlichen Gebäuden, wie Schulen, Krankenhäusern, … muss unbedingt beendet werden.
Hier darf sich Schleswig-Holstein nicht abhängen lassen.
Es ist mir wichtig, nach einer Bedarfsanalyse …..

 

Bildung:

Die Bildung ist unser höchstes Gut.

Das ist ein Ausspruch, den man immer wieder hört, wenn es darum geht, dass unsere Schüler im Vergleich nicht gut genug abgeschnitten haben. Es stimmt, wir haben keine nachwachsenden Rohstoffe, die uns reich machen, sondern nur das Wissen, was in unseren Köpfen steckt. Darum ist es immens wichtig, dieses Gut zu fördern und zu fordern.

Immer wieder gab und gibt es Gedanken, wie dieses am besten zu schaffen ist. Nicht jede Umsetzung hat dabei das Ziel tatsächlich erreicht. Vor einigen Jahren war tatsächlich die CDU maßgeblich daran beteiligt, den Gymnasialabschluss mit einer Hochschulreife bereits nach 8 Jahren zu erreichen. Nach nunmehr 10 Jahren haben wir festgestellt, dass diese Entscheidung nicht dazu geführt hat, das gewünschte Ziel zu erreichen – nein, im Gegenteil, die Schüler, Eltern und auch die Lehrer sind mit den an sie gestellten Anforderungen häufig überfordert. Nach dem Erreichen des Abschlusses sind die Schüler noch sehr jung und vielfach nicht reif für die weiteren Anforderungen an der Hochschule oder auch am Arbeitsplatz. Alles spricht dafür, dass die Kinder doch mehr Zeit für ihre Bildung brauchen. Zumal sie in diesen wichtigen Jahren der Entwicklung auch die Möglichkeit erhalten sollten, sich am Nachmittag in Sportvereinen, Jugendgruppen oder im Ehrenamt zu engagieren.

Diese Zeit für ihre Entwicklung will die CDU den Kindern durch eine flächendeckende Rückkehr zu G9 ermöglichen. Dabei wird es keine weiteren Diskussionen über die Struktur von Schule an sich geben.

Leider ist in den letzten Jahren ein hoher Unterrichtsausfall an den weiterführenden Schulen zu beobachten gewesen. Bedingt durch Krankheit, Klassenfahrten, Prüfungen,… fällt viel Unterricht aus, der in der Regel nicht nachgeholt wird. Er kann auch nicht nachgeholt werden, da den Schulen die Lehrkräfte fehlen, die dieses gewährleisten könnten. Bis heute wird eine Schule in der Regel nur zu 95% mit …stunden versorgt. Dass das zu wenig ist, muss niemandem vorgerechnet werden. Jeder wirtschaftlich denkende Mensch weiß, dass man von einer Grundversorgung von mehr als 100% ausgehen muss, um Ausfallstunden ersetzen oder aber auch mal Arbeitsgemeinschaften o.ä. anbieten zu können. Die CDU will sich darum kümmern, Schulen besser mit Lehrkräften zu versorgen. Dazu muss für den Beruf des Lehrers geworben werden, denn tatsächlich gibt es im Moment zu wenige ausgebildete Lehrer auf dem Stellenmarkt.

An den Grundschulen fällt es in der Regel nicht so deutlich auf, wenn eine Lehrkraft fehlt, da die Grundschulen durch ihre Verlässlichkeit verpflichtet sind, die Kinder im vorgegebenen Rahmen zu betreuen. In diesem Fall sind in der Regel Teilzeitkräfte die einzige Ressource, die Grundschulen haben, um die ausfallenden Stunden zu vertreten (deshalb hatten sich diese Lehrkräfte aber nicht für eine zeitreduzierte Stelle entschieden). Wichtige Doppelbesetzungen, um Inklusion jeglicher Art (körperliche, geistige Behinderung oder sprachliche Behinderung, sowie die Integration von Kindern mit Nichtdeutscher Sprache) fachlich und sachlich gerecht durchzuführen, müssen auch ausfallen, um die Verlässlichkeit zu gewährleisten.
All dieser Ausfall geht auf Kosten der Bildung unserer Kinder. Es gilt, diesen Zustand unbedingt zu verändern.

Ich möchte daran mitwirken, denn aus eigener Erfahrung weiß, dass sich die Gegebenheiten in allen Schulformen auf vielfältige Art und Weise verändert haben. Darauf muss dringend reagiert werden.Ich mache mich stark dafür,
dass unsere Kinder im Kindergarten und in der Schule bestmöglich gefördert, gefordert und unterstützt werden, damit unser höchstes Gut auch wirklich wertgeschätzt wird.

 

Sicherheit:

Im Wahlprogramm der CDU nimmt der Bereich „Sicherheit“ einen großen Raum ein. Im Hinblick auf die Veränderungen in der Welt scheint mir das auch wichtig.
Der Bereich „Sicherheit“ fängt aber schon bei uns vor der Haustür an. Viele Menschen fühlen sich in diesen Zeiten der Veränderung nicht mehr sicher in diesem Land.
Woran liegt das?
Im Flächenland „Schleswig-Holstein“ sind etliche Polizeidienststellen komplett geschlossen oder mit anderen zusammengelegt worden. Im Notfall muss man häufig sehr lange auf die Unterstützung einer Polizeistreife warten. Polizeistreifen patrouillieren aus Personalnot nur noch sporadisch.
Hier gilt es anzusetzen:
- mit dem Stoppen der Schließung von Polizeidienststellen in der Fläche und der Wiedereröffnung notwendiger kleiner Stationen
- mit der Schaffung neuer Stellen und der Erhöhung der Ausbildungsplätze
- mit einer Wasserschutzpolizei, die dort arbeitet, wo sie gebraucht wird
- mit der Sicherstellung einer guten Ausstattung
- mit einer guten Prävention vor Ort zu den Themen „Einbruchdiebstahl, Drogenarbeit, Verkehrserziehung“, denn es ist besser, Straftaten zu verhindern, als sie zu verfolgen.
Die Gewährleistung von Sicherheit und öffentlicher Ordnung bestimmt maßgeblich die Lebensqualität der Menschen und ist fester Bestandteil der öffentlichen Daseinsvorsorge.

 

Tourismus:

Unsere schöne Ostseeküste lebt zu einem großen Teil von den Menschen, die hier die schönste Zeit des Jahres – den Urlaub – verbringen. Der Tourismus ist damit für unser Land ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.
Um einseitigen Tourismus oder Stillstand im Tourismus zu verhindern, ist eine Evaluation der Tourismusstrategie in Abstimmung mit den Verbänden, Institutionen, Kommunen und Unternehmen notwendig. Neue Konzepte können im Jugendtourismus und einer verbesserten Entwicklung auf dem Land entwickelt werden. Ein Augenmerk sollte auf den Gesundheitstourismus gelegt werden, der diesen Kreis durchaus prägt.
Die Kommunen müssen gestärkt werden – und auf keinen Fall darf es zur Zusammenlegung von Kommunen kommen, wie vom SSW nach dänischem Vorbild gewollt-, damit sich unsere Bürgerinnen und Bürger weiter in ihrer Gemeinde einbringen und dort mitgestalten.
Auf diesem Weg können die für den Tourismus bereitgestellten Fördergelder besser fließen und es gehen keine Zuschüsse verloren.
Wenn Tourismus weiterentwickelt wird, darf auch die Verbesserung des touristischen Verkehrskonzeptes nicht außer Acht gelassen werden, weil Tourismus ohne Mobilität nicht denkbar ist. Busse und Bahn als alternative Fortbewegungsmittel müssen verstärkt beworben werden. Auch das Radfahrwegekonzept muss vor dem Hintergrund der steigenden Zahl von Radtouristen weiter ausgebaut werden. Bereits geplante, aber nicht umgesetzte Radwege müssen endlich gebaut werden. Da das Thema Barrierefreiheit auch in der Tourismusbranche eine immer größere Rolle spielt, muss diese weiter dafür sensibilisiert werden.

Ein Punkt, der viele Menschen in meinem Wahlkreis bewegt ist die:
Feste Fehmarnbeltquerung und  die dazugehörige Hinterlandanbindung:
Es gibt einen Staatsvertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Königreich Dänemark, welcher realistisch betrachtet nicht auflösbar ist. Durch diesen Vertrag wird die Fehmarnbeltquerung zu einem der wichtigsten mitteleuropäischen Verkehrsprojekte.
Persönlich habe ich Zweifel am Nutzen dieses Projektes insbesondere für unsere Region, aber die Entwicklung des Projektes ist bereits einen Schritt weiter.
Jetzt heißt es: Machen wir das Beste draus für unsere Region und die Menschen, die hier leben.
Für mich bedeutet das konkret:
- Gleichberechtigte Anbindung an den Verkehr von Fähre und Tunnel
- Zusammenlegung von Bahn und Schiene im Zuge der Hinterlandanbindung
- Weitsichtige Konzepte gemeinsam mit den Betroffenen entwickeln, um Fehmarn während der Bauphase nicht auf das Abstellgleis zu stellen
- Den Tourismus auf der Insel Fehmarn und auf dem Festland mit kreativen Konzepten so in das Projekt einbinden, dass die vom Tourismus lebenden Menschen dies auch weiterhin tun können